Islandpferde

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Wenn man das erste Mal auf Island mit den berühmten Pferden in Kontakt tritt, fällt sofort auf, wie neugierig, offen, verspielt und freundlich dieser Tiere den Menschen gegenüber auftreten.

Steht man irgendwo an einer Straße an einem x-beliebigen Zaun, dann können die nächsten Pferde noch so weit entfernt auf der Weide stehen. Diese machen sich in der Regel sofort auf den Weg, um die jeweiligen Besucher zu begrüßen und gehen ganz ungeniert auf Tuchfühlung.

Trotz aller Besuchermassen und ganzen Busladungen von Bustouristen, die oft auf freier Strecken ausgeladen werden, um Pferde zu schauen und die unvermeidlichen Selfies zu machen, kann man bei den Tieren keine Touristenmüdigkeit feststellen.  Erstaunlich ist, wie viel unterschiedliche Charaktere die Mähnen und Haarpuschel den Pferden geben.

Hier noch 10 wissenswerte Dinge über diese wirklich herzallerliebsten Tiere:

  • Islandpferde, auch Isländer oder Islandpony genannt, sehen ziemlich gemütlich aus. Sie sind etwas mollig und haben kräftige Hinterbeine
  • Islandpferde sind Spätentwickler und werden teilweise erst mit vier oder fünf Jahren angeritten. Dafür erreichen Islandpferde aber auch ein hohes Alter und können noch mit über zwanzig Jahren (teilweise auch mit Dreißig) noch geritten werden.
  • Seit rund 50 Jahren ist das Islandpferd auch ein beliebtes Reitpferd. Deshalb leben Isländer inzwischen in vielen Ländern der Welt: Etwa 80.000 leben auf Island, 100.000 in anderen Ländern.
  • Das Besondere an den Islandpferden ist ihre Gangveranlagung. Islandpferde beherrschen nicht nur die Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp sondern auch noch den Tölt und den Pass. Heute gibt es nur noch wenige Pferderassen die in der Lage sind mehr als drei Gangarten zu laufen, da den meisten Pferden diese Begabung weggezüchtet wurde.
  • Islandpferde kommen in fast allen Farbvariationen vor, welche es bei Pferden gibt.
  • Auf der Insel wurden sie nicht nur als Arbeits- und Transportpferde genutzt sondern sie wurden auch zur Fleischgewinnung genutzt.
  • Das Islandpferd gilt als eine der ältesten Pferdezüchtungen überhaupt.
  • Islandpferde, die im Ausland gezüchtet wurden, dürfen nicht in ihre ursprüngliche Heimat gebracht werden, da in Island ein strenges Importverbot für Pferde besteht.
  • Islandpferde halten sich äußerst ungern in engen Räumlichkeiten auf, denn ihr ausgeprägter Freiheitsdrang verlangt, dass sie in einem Auslaufstall gehalten werden.
  • Sie sind ausgesprochen wetterfest, da ihr Winterfell sehr dicht und lang wächst.