Islandreise

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Island: Zu welcher Jahreszeit?

Ganz klar: zur jeder! Warum? Es gibt zu jeder Jahreszeit Besonderheiten, die dazu führen, das besondere Highlights der Insel nicht erlebt werden können.

Ihr möchtet Nordlichter sehen, dann könnt ihr nicht im Sommer fahren.

Ihr möchtet ins Hochland, dann könnt ihr nicht im Winter fahren.

Ihr möchtet Eishöhlen besuchen, das könnt ihr nicht zwischen März und Oktober fahren.

Ihr möchtet Puffins sehen, dann frühestens ab Juni.

… und so könnte man weitermachen.

Entscheidet euch also, was Priorität hat und fahrt dann halt öfter auf die Insel.

Island: Vorbuchen oder nicht?

Früher hieß es: „Buche früh, wenn du im Sommer nach Island fahren möchtest“ heute heißt es nur noch: „Buche früh“. Ja, die Touristenzahlen explodieren und ja, die Anzahl für bezahlbares Geld buchbarer Unterkünfte nimmt ab.

Um das gleich vorwegzunehmen, die Unsitte über booking.com gleich mehrere Unterkünfte für eine Nacht zu reservieren und dann die nicht benötigten zu stornieren, hat dazu geführt, dass es kaum noch Unterkünfte gibt die diese kurzfristigen Stornierungen zu lassen.

Aber was bedeutet es, wenn man tatsächlich schon Wochen oder Monate vorher die Unterkünfte bucht und damit die Reiseroute unverrückbar festlegt? Das Wetter ist tatsächlich so extrem wie alle erzählen. Alle 15 min kann es zwischen Schnee, Regen und Sonne wechseln und alle 15 km kann dies wechseln. Gerade noch in tiefster Winterlandschaft kann hinter dem nächsten Bergrücken grüne Mooslandschaft warten. Trotzdem werden auch immer wieder ganz Tage komplett verregnet und mit auf 10 m Höhe hängenden Wolken euren Urlaub verschönern.

Wer also komplett vorbucht, geht also das Risiko ein, die entsprechende Wunschlocation nur im Regen oder gar nicht gesehen zu haben. Mein Tipp: plant nur kurzfristig. Schaut immer auf den aktuellen Wetterbericht und fahrt forthin, wo gutes Wetter vorzufinden ist. Plant max 2 Tage in die Zukunft, und selbst während des Tages solltet Ihr öfter auf das Radar schauen. Ja, man bezahlt dann manchmal vielleicht 30€ mehr pro Nacht, aber das ist es dann auch wert.

Hierzu sei insbesondere folgende isländische Seite empfohlen, auf der sich auch der Aurora Forecast findet. http://en.vedur.is/weather/forecasts/areas/

Eine andere Variante: Wenn Ihr die gleiche Strecke hin- und zurückreist (beliebt: Reykjavik über Vik bis Höfn und zurück) kann durchaus vorbuchen, weil man mindestens 2 x an allen Spots vorbeikommt, und so das Risiko die Lieblingslocation im Regen zu sehen halbiert. In meinem ersten Islandurlaub waren wir im Schnitt an jeder Location 3 x und hatten in der Regel einmal Glück.

Was waren deine Island Highlights – was kannst du nicht empfehlen?

Die Gletscherlagune Jökulsarlon mit dem Diamond Beach liegt ganz weit vorn, ebenso die die Stokksnes Halbinsel aus fotografischer Sicht. Aber wenn man Island auf möglichst kleinem Raum erleben möchte, kann man sich auf die Snaefellsnes Halbinsel beschränken. Getrost weglassen kann man eigentlich den Golden Circle. Zu erschlossen und zu voll. Bei den Wasserfällen sind unbekanntere wie der bruarfoss oder der bojafoss oft stimmungsvoller.

Wieviel Zeit sollte ich mir für die Island Reise nehmen?

Wenn man nicht über unendliche Geldmittel verfügt, sind für einen Erstbesuch sind 2 Wochen ideal, danach kann man durchaus für kürzere Abstecher mit konkreten Schwerpunkten wiederkommen.

Eine Galerie mit meinen Bildern aus Island findet sich hier:  http://www.world-in-pics.de/island/

 

 Alle Bilder zu diesem Beitrag wurden von meinem Reisepartner Markus Bierschenk aufgenommen.

Weitere Bilder von Ihm sind hier zu finden: https://500px.com/schenk66

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