Kirkjufell & Stokksnes

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Zwei Berge, zwei Sehnsuchtsziele.

Schon seit vielen Jahren spielte ich immer wieder mit dem Gedanken nach Island zu fliegen um speziell die Stokksnes Halbinsel und den Kirkjufell zu besuchen. Endlich wurde dies Wirklichkeit, aber hält das tatsächliche Erleben dem hohem Erwartungsdruck stand?

Die Landzunge Stokksnes und das Vestrahorn sind nicht ohne Grund eines der bei den unzähligen Fotografen beliebtesten Motive auf Island. Für mich selbst war dieses Motiv, so oft man dies auch schon im Internet gesehen hat, einer DER Gründe nach Island zu wollen.

Der pechschwarze Sand und die verdorrten Grashalme geben einen intensiven Kontrast zu den im besten Fall schneebedeckten Berghängen des Vestrahorns..

Aus Richtung Höfn kommend, muss man kurz vor dem Tunnel Richtung Djúpivogur rechts abfahren. Die Straße führt einen unterhalb des Bergs Klifatindur zum Café Viking. Da dies ganze Gelände privates Land ist, erwartet einen mittlerweile leider eine Absperrung. Ein Bagger und zwei große Felsen versperren den Weg Richtung Radarstation und die Zufahrt zur Halbinsel. Als wir hoch zum Café fahren, entdecken wir noch eine weitere Zufahrtsmöglichkeit und auch den Hinweis, dass man für die Zufahrt rund 800 ISK pro Person entrichten soll.

Die Umgebung des Gebirges mit den Dünen, der Lagune, den im besten Fall möglichen Spiegelungen, dem schnell wechselnden Licht. Durch diese Faktoren lässt sich diese Formation auf jedem Bild anders in Szene setzen. Leider hatten wir bei drei Besuchen nur an einem Nachmittag einigermaßen gutes Licht. Trotzdem hat diese Location meine eigenen, so hoch angesetzten Erwartungen im nachhinein erfüllt.

Viel mehr Glück mit dem Wetter hatten wir bei der zweiten Traumlocation. Dem Kirkjufell, auf der Halbinsel Snaefellnes. Der Berg Kirkjufell – zu deutsch Kirchberg – ist der imposante Hausberg des Fischerstädtchens Grundarfjörður am westlichen Zipfel Islands.

Trotz seiner nur 463 Meter Höhe beschert ihm seine solitäre Lage auf der Halbinsel einen unvergleichlichen Blickfang. Sicher der meistfotografierte Berg auf Island.

Und hier muss man sich die Umgebung klar mit SEHR viel mehr anderen Besuchern und Fotografen teilen. Zudem lassen die umgebenden abgesperrten Wege die ganze Location eher wie einen Freizeitpark erscheinen.

Man muss sich schon in die weitere Umgebung wandernd zurückziehen, um hier noch ein ursprüngliches Naturerlebnis aufkommen zu lassen. Um 05:30 morgens, ca 1 km vom eigentlichen Spot entfernt, mit der aufgehenden Sonne und dem Berg vor einem in absoluter Einsamkeit, das ist das doch das erhoffte Erlebnis.